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Energiekosten treiben Importpreise in die Höhe


Die Importpreise in Deutschland steigen wegen der hohen Energiekosten weiter stark an. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, erhöhte sich der Index der Einfuhrpreise im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8,5 Prozent. Das sei die höchste Jahresteuerungsrate seit November 2000 gewesen. Ökonomen hatten lediglich einen Anstieg von 7,7 Prozent vorausgesagt.

Im Vergleich zum April stiegen die Einfuhrpreise im Mai um 0,6 Prozent. Auch hier war lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet worden. Im April hatten sich die Importpreise auf Jahressicht ebenfalls bereits stark um 7,9 Prozent und im Monatsvergleich um 2,0 Prozent erhöht. Der Preisanstieg bei den Importen sei vor allem auf höhere Energiepreise zurückzuführen, teilten die Statistiker mit. Die Preise seien binnen Jahresfrist um mehr als ein Viertel (26,8 Prozent) geklettert. Binnen Monatsfrist hatten sie sich um 2,6 Prozent verbilligt.

Vor allem verteuerte sich Rohöl mit einem Anstieg um 40,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Ebenso legten Mineralölerzeugnisse mit einem Anstieg um 45,0 Prozent deutlich zu. Binnen Monatsfrist sanken allerdings die Rohölpreise (minus 6.6 Prozent) und die Preise für Mineralölerzeugnisse (minus 1,2 Prozent). Die Preise für Erdgas waren im Mai 2010 den Angaben zufolge um 2,9 Prozent höher als im Mai 2009; im Vergleich zum Vormonat stiegen sie um 2,8 Prozent. Dagegen lag das Preisniveau für Steinkohle deutlich unter dem von Mai 2009 (minus 14,9 Prozent); gegenüber April 2010 verteuerten sich die Steinkohleimporte im Mai 2010 um 8,7 Prozent.

Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag den Angaben zufolge im Mai um 5,5 Prozent über dem Stand des Vorjahres. Im Vergleich mit dem Vormonat legte er um 1,2 Prozent zu.

Der Index der Exportpreise lag im Mai um 3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Das sei die höchste Jahresteuerungsrate seit 2000 gewesen. Im Vergleich zum Vormonat wurde ein Anstieg um 0,5 Prozent registriert.

ddp

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